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lenas trainingstagebuch ... |
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Dies ist Lenas Trainingstagebuch der ersten 6 Monate ihrer Ausbildung. Es kann natürlich nicht unser gesamtes Training wiederspiegeln, denn so ein kleiner Brummer nimmt natürlich stetig und ständig Informationen auf und verarbeitet diese. Somit findet ein Lernen kontinuierlich und im Grunde ohne Pause statt. Dennoch habe ich versucht, kleine Trainings mit konkreten Inhalten und mit Blick auf mehr oder weniger klar formulierte Ziele umzusetzen. Die Inhalte einer Woche, die mir besonders in Erinnerung geblieben waren oder zu denen ich kleine Videosequenzen mitgeschnitten hatte, habe ich hier aufgeführt. Sie erhalten hierbei einen überblick darüber, was wir wann trainierten und in welcher Reihenfolge wir vorgingen. Bitte verstehen Sie meine Schilderungen nicht als Regel, um ein gewisses Pensum zu schaffen. Das Trainingstagebuch ist keine wochengenaue Anleitung, sondern ein Erfahrungsbericht und soll in keinem Fall als Anleitung verstanden werden. Sicherlich gibt es chronologische Parallelen und/oder Parallelen bezüglich des Leistungsstandes Ihres Hundes in dieser Zeit. Doch so individuell, wie Sie, so individuell, wie Ihre Ausbildung und nicht zuletzt so individuell, wie Ihr Hund sind, so individuell wird auch das Fortschreiten Ihres Trainings sein.
03.07.06 - 09.07.06Trotz der Probleme, die Lenas Nabelbruch bereitet und trotz unserer blöden Hundebegegnung am zweiten Tag nach Lenas Einzug, ist sie gut drauf. ( Tagebucheintrag hierzu.) Wir starten also mit einfachen übungen, die ich im Folgenden beschreibe.
Den Namen meiner Fellnase verwende ich in der ersten Woche relativ selten. Versuche ihn nur zu sagen, wenn sie mich anschaut oder wenn ich mir relativ sicher bin, dass sie meine Ansprache für so interessant hält, dass sie sich in meine Richtung wendet. Gelingt natürlich nicht immer, aber ich bin bemüht. Theorie zum Namen des Hundes.
Ich konditioniere Lena am zweiten Tag, ohne Ablenkung, im Wohnzimmer, auf den Clicker. Wie in der Literatur beschrieben, erhalte ich nach dem 4.-5. Click mit entsprechender Leckerchenvergabe ihre volle Aufmerksamkeit. Als Leckerchen verwende ich das Welpentrockenfutter.
Direkt am folgenden Tag findet der Clicker das erste Mal seinen Einsatz. Es geht um das Sich-Setzen. Ich stehe vor Lena, sehe sie freundlich an und unternehme nichts weiter. Nach einiger Zeit, die Hündin hat vermutlich bereits beschlossen, dass ich dem Wahnsinn nahe bin, setzt sie sich tatsächlich. Ein Click im Moment als Lenas Hintern den Boden berührt und kurz darauf ein Leckerchen. Ich bin bei diesem ersten Mal der festen überzeugung, dass Lena hier, trotz Konditionierung, keinen blassen Schimmer davon hat, wie "Sich-Setzen", das Leckerchen und der Click zusammenhängen. Wir wiederholen die übung 3-4 Mal und beenden das Training nach 3-4 Minuten mit unserem beiderseits geliebten "Auf-dem-Boden-Rumkugeln". In der zweiten Session, am darauf folgenden Tag, führe ich ein Handzeichen ein und warte wiederum, bis sie sich setzt.
In der zweiten Wochenhälfte wird Lena zunächst nur mit Halsband, nach dem zweiten Mal mit Halsband und daran befestigter, auf dem Boden schleifender Leine gefüttert. Im Garten machen wir ein paar Verfolgungsspiele mit schleifender Leine. Die ersten wenigen Meter halte ich die Leine auch zwischendurch in der Hand. Achte dabei aber nicht darauf, ob Lena links oder rechts von mir läuft. Alles geht nur darum, dass die Leine nicht auf Zug gerät. Verfolge dabei ausschließlich Lenas Wunschrichtung. Pinkeln gehen wir die ersten 2-3 Tage ohne Leine.
Ich gebe in der ersten Tagen lediglich den Hier - Pfiff, wenn ich Lena das Futter hinstelle. Da sie gerade bei der Fütterung immer in meiner unmittelbaren Entfernung ist, legt sie somit keine Strecke zurück, soll also lediglich den Pfiff mit etwas Positivem verbinden. Draußen versuche ich das Wortkommando "Hier" nur zu sagen, wenn sie, zum Teil durch Ansprache durch mich, zum Teil von sich aus, zu mir gerannt kommt. Ich sage das Wort "Hier" also nicht, wenn sie noch nicht unterwegs ist. (Theorie hierzu.)
Ich versuche Ermahnungen auf ein Minimum zu reduzieren. Kabel und Möbel sind für Lena tabu. Startet sie bei diesen Dingen dennoch eine Materialprüfung, gehe ich ruhig zu ihr hin, greife ihr von oben über den Fang, drücke langsam ein wenig ihren Kopf in Richtung Boden und sage ruhig und kurz "Nein". Sie ist davon so sehr beeindruckt, dass, nach dem zweiten oder dritten Mal, das "Nein" ohne Körperkontakt ausreicht, damit sie ihr Verhalten abbricht. Kann mir kaum vorstellen, dass es so einfach bleibt! (Infos zum Schnauzgriff.)Nimmt sie Dinge auf, die ich versehendlich herumliegen lasse, versuche ich sie freudig zu mir kommen zu lassen. Ist es etwas Größeres, versuche ich es anzufassen. Was nicht immer ganz einfach ist. Erwische ich das Objekt der Begierde und bleibe danach regungslos, gibt sie es bis jetzt immer unmittelbar aus. Kleinere Dinge fummle ich aus ihrem Fang. Sie erträgt es mit Fassung. Ich gebe relativ früh auf, alles, was sie im Wald aufnimmt, zu kontrollieren und ihr abzunehmen. Die meisten Dinge lässt sie eh relativ schnell wieder fallen, Stöckchen und dergleichen zerbeißt sie lediglich. Ich müsste ständig auf sie einwirken. Etwas, das ich vermeiden möchte. Einmal sehen, wohin das führt.
10.07.06 - 16.07.06 Wir arbeiten an den Themen der ersten Woche weiter. Alles bleibt spielerisch und es gibt keinerlei Probleme. Sehr schön zu erkennen ist, welchen großen Einfluss Ablenkungen im Training nehmen: In der Wohnung relativ sicher gezeigtes Verhalten, zeigt Lena auf der Wiese wesentlich unsicherer, zum Teil gar nicht. Große, leere, ruhige Parkplätze erweisen sich als gute übungsumgebung. Im Gegensatz zur Wiese, gibt es hier weniger zu schnüffeln und Lenas Aufmerksamkeit ist leichter zu erhalten und dennoch sind wir draußen. Wirklich Neues im Training beschreibe ich im Folgenden.
Am Ende der zweiten Woche ist mit Lena bei den kurzen Spaziergängen kaum ein Vorankommen möglich. Ziel ist weiterhin, dass die Leine nicht spannt. Auf nahezu ablenkungsfreien Flächen, funktioniert dies auch ganz gut, doch im Wald wird jeder Grashalm einer äußerst ausführlichen Inspektion unterzogen, so dass wir kaum einen Meter voran kommen. Ich entschließe mich dazu, einige, in Lenas Augen gut riechende Stellen mit ihr gemeinsam zu untersuchen, indem ich mich zu ihr hocke. Bei anderen Stellen gehe ich vorsichtig, aber bestimmt weiter, was die Hündin die ersten Male mit Aufbäumen an der Leine quittiert. Mir bricht das Herz beim Anblick, doch nachgeben und Lena zum Erfolg mit diesem Verhalten kommen lassen, würde bedeuten, dass Lena sich in Zukunft an der Leine wahrscheinlich nur noch auf den Hinterläufen führen lässt. Also weiter gehen. Und tatsächlich versucht sie es noch 3-4 Mal und danach nicht wieder. Sie bleibt zwar mitunter kurz stehen und es spannt sich auch die Leine dabei hinter mir, doch dann folgt sie sehr schön weiter. Ich achte jetzt auch darauf, dass Lena links von mir geht, wenn sie an der Leine ist, Ich fordere aber nicht von ihr diese Position, sonder ich bin es, der die Position wechselt, wenn sie auf der falschen Seite ist.
Wie schon erwähnt, benutze ich das Welpenfutter als Leckerchen, um die Ausgewogenheit der Ernährung nicht durcheinander zu bringen. Ich verrechne die Leckerchen mit Lenas Gesamtfuttermenge pro Tag. In Absprache mit meiner Tierärztin und der Züchterin entschließe ich mich zu wenigen Ausnahmen, bei denen ich Käse als Leckerchen einsetzte. Beim Hierpfiff, den ich nun die ersten Male auch im Garten vergebe, während Lena mit hoher Geschwindigkeit, also relativ sicher, bis zu mir kommt, erscheint mir die Qualität des Welpenfutters, aus Lenas Sicht, nicht hoch genug. Kommt sie also schnell zu mir, erhält sie nun ein Stückchen Käse. Das bewirkt Wunder und ich kann sie am Ende der Woche bereits heran pfeifen, wenn sie mit wenig Ablenkung nicht in meine Richtung schaut. Die überwiegend aus dem Clickertraining bekannte Theorie des Jackpots, war Auslöser für diese Verfahrensweise. Mitunter clicke ich auch während Lena die letzten Meter zu mir unterwegs ist. Dies soll ihr zusätzliche Bestätigung geben, dass sie alles richtig macht. Lena bekommt aber nicht immer Käse nach dem Hereinkommen und auch den Pfiff setzte ich nur wenige Male pro Tag ein.
Ich lagere den relativ großen Welpenfuttersack in einem Schrank, der nicht sehr komfortabel zu erreichen ist. Zum wiederholten Mal fallen 1 oder 2 Futterkügelchen beim Befüllen des Napfes direkt aus dem Sack zu Boden. Das Geräusch, des auf die Kacheln aufschlagenden Trockenfutters, versetz Lena bereits nach dem 2. oder 3. Mal in höchste Verzückung und sie nimmt unmittelbar die Nase zu Boden, um die Kugeln der Begierde zu suchen. Mir fällt auf, dass damit eigentlich alle Voraussetzungen für eine korrekte Signalverknüpfung gegeben sind: Lena sieht mitunter die Futterstückchen nicht unmittelbar, sucht also, sie nimmt die Nase zu Boden, ist hoch motiviert und damit schnell in der Ausführung ihrer Bewegungen und auch der Erfolg ihres Unternehmens ist ihr sicher. Ich vergebe also das Kommando "Such-Such-Such". Zum Hintergrund dieses Kommandos, das später bei der Verlorensuche eingesetzt werden soll, lesen Sie bitte hier. Einmal sehen, was daraus wird. |
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17.07.06 - 23.07.06 Alles wie gehabt, keine Probleme. Mehrere tolle Hundebegegnungen im Wald. Lena unangeleint. Beim Weitergehen kann ich mich 10 Meter entfernen. Kommt sie nicht mit, kann ich sie, auch wenn mehrere fremde Hunde anwesend sind, abpfeifen. Käse sei Dank!!
Auch auf der Wiese setzt sich Lena bei geringer Ablenkung nun relativ sicher auf Handzeichen. Ich führe also das Wortkommando "Sitzen" ein. Das zweisilbige Wort wird von einigen Hundehandlern verwandt, da es etwas freundlicher klingt, als das "Sitz". Auch wenn der Hundeführende einmal in Rage gerät, erinnert die Zweisilbigkeit eventuell daran, nicht laut zu werden. Bei Einführung des Kommandos sollte mensch zunächst das Kommando sagen, dann eine Sekunde warten und dann das Handzeichen geben, damit der Hund weiß, was er tun soll. Obwohl ich mir dieser Technik und deren Hintergründe bewusst bin, fällt mir die Sache nicht ganz leicht und ich erwische mich oft dabei, dass ich Wortkommando und Handzeichen mehr oder weniger gleichzeitig gebe. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Lena sich relativ schnell von ganz alleine setzt und ich gar keine Zeit habe, das Handzeichen zu geben. Ich arbeite an meinem Timing. Schwierig!!
In einer Clickersession warte ich nach einem von Lena ausgeführten "Setzen", bis sie sich legt. Das dauert zwar eine Weile, gelingt aber ohne Locken. Die Meinungen gehen auseinander, ob man bereits mit einem Welpen das "Platz" üben sollte, da dieses Verhalten wohl relativ viel Druck für den Kleinen bedeutet. Lenas übung beschränke ich aber lediglich auf das "Sich-Legen". Mir ist es also zunächst egal, ob sie unmittelbar wieder aufsteht. Der Click beendet eh die übung und erfolgt im Anfang bereits, wenn Lena erste Anzeichen für das gewünscht Verhalten zeigt, später, direkt, wenn ihre Brust den Boden berührt. Auch diese übung erfolgt zu Beginn ausschließlich mit Handzeichen.
Begreift Lena tatsächlich, dass sie, wenn der Klick bei einem ihrer Verhalten nicht erfolgt, ihr Verhalten variieren soll, also ein anderes Verhalten anbieten soll, um den Click und damit die Belohnung, doch noch zu erhalten? Eine übung, aus dem Buch "So denkt ihr Hund mit" von Nina Miodragovic soll ihr diese Erkenntnis leichter machen: Ich kaufe eine Fliegenklatsche (soll hier als sogenannter Target oder auch Targetstab eingesetzt werden), hocke mich vor Lena, rieche an dem Kopfteil und halte das Kopfteil mit wenigen Zentimetern Abstand vor Lenas Kopf. Sie riecht unmittelbar ebenfalls daran und erhält einen Click. Nach dem 3. oder 4. Mal hat Lena verstanden, dass das Ding nach nichts riecht, was ihr Verhalten abschwächen lässt. Jede Bewegung von ihr in Richtung der Klatsche wird nun geclickt. Ziel ist das Berühren des Kopfteils. Nach wenigen Trainingseinheiten, springt Lena dem Kopfteil der Klatsche freudig entgegen, obwohl das Ding immer noch nach nichts riecht. Eindeutig hat sie realisiert, dass sie mich mit ihrer Berührung der Fliegenklatsche zur Leckerchenvergabe bewegen kann. Der zweite Teil der übung soll erfolgen, wenn sie das Verhalten "Berühren des Kopfteil der Klatsche" relativ sicher zeigt. Ich werde darüber berichten.
Am Anfang der Woche zeige ich Lena zum ersten Mal ein Welpendummy. Mit großer Wichtigtuerei hole ich es aus dem Schrank und gehe mit ihr ins Wohnzimmer. Ich knie mich hin und lasse sie daran riechen, drehe es intensiv in meinen Händen, damit es meinen Geruch annimmt. Mit großer Geste lege ich es von mir weg auf den Boden und gebe dem Dummy dabei einen kleinen Stoß, damit es etwas rollt und in ca. 2 Metern liegen bleibt. Damit trotz aller Aufregung um den grünen Sack, relativ viel Ruhe in der Situation bleibt, werfe ich das Dummy nicht, sondern lege es lediglich aus. Lena läuft bereits zu Beginn los und nimmt das Dummy unmittelbar auf. Ich ziehe alle Register des Anfeuerns und sie kommt tatsächlich in meine Richtung zurück, läuft an mir vorbei, legt sich hin und beginnt mit dem Dummy zu spielen. Ich krieche von ihr weg und quieke erneut los. Sie kommt sofort zu mir, lässt aber das Dummy zurück. Ich tippe es mit der Hand an und sie nimmt es unmittelbar wieder auf. Diesmal bleibt sie in meiner Nähe und ich kann sie streicheln, während sie das Dummy noch einen kurzen Moment hält, es dann aber fallen läst. Ein weiteres Mal kann ich sie mit viel Tamm - Tamm dazu bewegen, das Dummy aufzunehmen und diesmal kann ich es ihr sogar aus dem Fang nehmen, nachdem ich sie zuvor streichelte. Sie erhält von mir ein Leckerchen, ich stehe auf, halte das Dummy vor meine Brust, was sie genau beobachtet und lege es zurück in den Schrank. Keine Ahnung wie viele Fehler ich gemacht habe, ging alles super schnell, bin aber zufrieden. Lena hat eine Stoffhasen, den sie abgöttisch liebt. Sie trägt ihn regelmäßig gern vor mir herum. Einige würden dies vielleicht als Imponiertragen interpretieren. Ich habe mich immer sehr gefreut und dies Lena auch zu verstehen gegeben, habe mich hingekniet und mich auf meinen Ellbogen abgestützt. Sie ist dann wild wedelnd unter mir hindurch gegangen. Ich konnte sie dabei streicheln. Hab sie mitunter in beide Arme geschlossen, was sie mit zufriedenem Grunzen quittierte. Durch den engen Kontakt gab es immer die Möglichkeit, eine Hand an das Dummy zu bekommen. Ich habe dann "Danke" (ein sehr freundliches Wort als Alternative zu "Aus", das ich in einem Seminar bei Helene Leimer kennen lernte) zu ihr gesagt. Diese Ansprache kam günstiger Weise offenbar unerwartet für Lena, sodass sie unmittelbar den Fang öffnete. Daraufhin habe ich sie kurz gelobt und ihr den Hasen immer direkt zurück gegeben. Ich wiederhole die oben beschriebene Dummyaktion noch einmal in dieser Woche im Wohnzimmer und einmal im Garten. Vielleicht zu viel des Guten. Lena läuft jedes Mal freudig hin und nimmt es auf. Auf dem Rückweg zu mir, lässt sie es mitunter fallen und riecht kurz darauf dummydesinteressiert an was auch immer. Sie ist nicht im Ansatz so scharf auf den grünen Sack, wie auf ihren geliebten Hasen. Ich lese noch einmal in einigen Büchern nach. |
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24.07.06 - 30.07.06 So weit, so gut. Weiteres Arbeiten an den bereits beschriebenen Basics. Im Wald immer einmal wieder ein Click, wenn sie mich anschaut. Sie ist unerschrocken und entfernt sich relativ weit von mir. Ich verstecke mich oft, worauf hin sie ab und zu auf mich achtet. Die Kurze hat einen ziemlich eigenen Kopf, was mir nicht immer gefällt. Bleibe aber immer freundlich, wenn sie dann doch zu mir kommt.
Nachdem ich das Eine oder Andere noch einmal nachlas, mache ich jetzt noch mehr Theater um das Dummy. Diesmal wieder im Garten, mit Dummytasche bewaffnet, aus der ich das Dummy "wichtig" herausholen kann. Ich leine Lena nunmehr an und lege mit ihr gemeinsam ein Dummy aus. Sie können einen Videoclip hierzu herunterladen. Ich fand Lena klasse, erkläre aber im Folgenden, was mir später, als ich den Clip selber zum ersten Mal sah, auffiel und was ich unmittelbar anders machen werde. Wenn Sie die Möglichkeit haben, ebenfalls Videos von ihrem Training mitzuschneiden, sollten Sie dies in jedem Fall ab und zu tun. Sie werden staunen, wie viele Fehler Sie bei Ihren Aktionen entdecken werden. Eine einfache Digitalkamera mit Videofunktion und der Möglichkeit ein einfaches Stativ daran zu befestigen, reichen völlig aus. |
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Zum Videoclip: Ich gebe Lena, bevor ich das Dummy auslege, an der Fallstelle unbedacht das Kommando "Sitzen". In Zukunft werde ich dies vermeiden, denn ein "Sich-Setzen" direkt in unmittelbarer Nähe des Dummies, ist eigentlich an keiner Stelle der Verhaltensketten beim Apportieren vorgesehen. Sollte Lena von sich aus beim Auslegen eines Dummies das "Sitz" anbieten, werde ich dies unkommentiert lassen. Das eigentliche Auslegen des Dummies geschieht etwas nüchtern und ich hätte, beim Herausnehmen aus der Tasche und beim Auslegen ins Gras, noch wichtiger tun können, vielleicht das Dummy noch länger halten können. Richtig blöd war, dass das Gras im Grunde nicht kurz genug geschnitten war. Das relativ kleine Welpendummy "verschwindet" bereits bei geringer Grashöhe. Sie können in dem Video sehr schön beobachten, dass Lena, nach meinem Schicken, einen kleinen Bogen nach rechts läuft und erst einlenkt, als sie das Dummy sieht. Auch wenn mensch das Dummy vom Ansatzpunkt aus sehr gut sehen kann, darf nicht vergessen werden, dass der kleine Hund aus niedrigerer Perspektive viel flacher über die Grasoberfläche guckt. Ich hätte das Dummy aufrecht ins Gras stellen können oder hätte die Distanz kürzer wählen sollen. Als Lena zurück kommt vergesse ich meine Arme auszubreiten. Ein Körperhaltung, die ich sonst einnehme, wenn ich Lena zu mir rufe. Da die Kamera hinter mir steht, laufe ich bei der erneuten Aufmunterung Lenas, zu mir zu kommen, in Richtung Fallstelle. Schöner wäre es vielleicht gewesen, ich wäre in gerader Linie nach hinten, also von der Fallstelle weg, gelaufen. Wenn Lena mit dem Dummy zu mir kommt, lobe ich sie demnächst mehr, solange sie das Dummy noch trägt und nehme es ihr dann erst ab. Versuche in Zukunft ab und zu daran zu denken, ihr das Dummy nach der übergabe noch einmal zurück zu geben, damit das "Zu-mir-Kommen" nicht ausschließlich für Lena mit der Wegnahme des Dummies und damit mit dem Ende des Spiels verbunden ist. Ich werde sicherlich auch in Zukunft nicht immer alles gleichzeitig bedenken und umsetzen können, da natürlich auch Lena ihr Verhalten ständig variiert. Einmal sehen, wie es weitergeht. Eine kleine Anmerkung noch zu meinem, in dem Video zu hörenden "Komm-Komm-Komm": Mein Wortsignal für das Herankommen ist "Hier". "Komm-Komm-Komm" sage ich hier nur, um Lena anzufeuern. Fragen Sie mich bitte nicht, warum ich nicht das Wortsignal "Hier" benutze. Ich arbeite daran. ;-)
Lena drückt ihre Nase relativ sicher auf das Kopfteil der Fliegenklatsche. Sie denkt Sie müsse dabei den Fang leicht öffnen, was sehr lustig aussieht. Sie beißt aber nur sehr selten hinein. Eine zweite Fliegenklatsche kommt ins Spiel. Ich befestige an beiden Schraubzwingen, um die Klatschen aufrecht ins Wohnzimmer stellen zu können. Jede Berührung, egal welcher Klatsche wird zunächst geclickt. Dann, wenn Lena die selbe Fliegenklatsche 3 - 4 Mal hinterein berührt, bleibt der Click aus und ertönt erst, wenn sie sich in Richtung der anderen Klatsche wendet. Die Hündin soll so animiert werden, ein anderes Verhalten anzubieten, um den Click doch noch zu erhalten. Dabei schaue ich die gewünschte Fliegenklatsche an. Lena ist irritiert, probiert aber aus, bietet zum Teil andere Verhalten an, wie das "Sich-Legen". über das Fortschreiten der übung werde ich berichten. |
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31.07.06 - 06.08.06 Soweit läuft alles ganz gut. Ich bin mir zwar etwas unsicher, was ich zum Zeitpunkt, da Lena nunmehr 14 Wochen alt ist, unbedingt schon gemacht haben sollte, bzw. welche übungen auf keinen Fall schon jetzt durchgeführt werden sollten. Aber ich hab tolle Berater, mit denen ich meine Ansichten ständig abgleiche.
Ich habe am Ende der Woche noch einmal einen kleinen Videoclip mitgeschnitten. Wichtigste Neuerung ist ein sogenannter Rollzaun, der eigentlich für das Hüten von Schafen gedacht ist. Bei der Dummyarbeit kann man ihn ganz gut gebrauchen, um Begrenzungen abzustecken; in diesem Fall, um den Hund daran zu hindern, am Hundeführenden vorbei zu laufen. Später findet er seinen Einsatz bei Hindernisübungen und beim Schicken nach rechts und links, also beim Einweisen. Ich habe das Ding "V"-förmig aufgestellt, in der Hoffnung, Lena läuft nach der Dummyaufnahme in jedem Fall in meine Richtung und hat somit keine andere Wahl als sich in meine unmittelbare Nähe zu begeben. Hier erkennen Sie auch schon gleich das Risiko dieser Methode. Mir ist das aber auch erst aufgefallen, als Lena bereits unterwegs zum Dummy war. Denn kommt der Hund nicht zu Ihnen zurück, haben Sie nur wenig Möglichkeiten in die entgegengesetzte Richtung zu laufen, denn Sie müssten dazu den Zaun überwinden. Und selbst wenn Sie dies täten, könnte der junge Hund natürlich nicht folgen. Ich werde die übung also in dieser Form nicht wiederholen!! Zunächst muss sichergestellt sein, dass der Hund in jedem Fall zurück kommt. Ich möchte Ihnen den Clip dennoch nicht vorenthalten. Ist er doch ein schönes Beispiel dafür, wie eine aufgeschnappte und im Grunde gute Idee, zu früh oder an falscher Stelle eingesetzt, mehr Schaden denn Nutzen bringen kann. Die Tatsache, dass Lena im Video dennoch zu mir kommt, verdanke ich wohl eher dem Glück, als einem überlegten Trainingsaufbau. |
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Zum Videoclip: ...und zack, schon wieder zwei Dinge vergessen, an die ich gerne gedacht hätte: Wieder zu wenig Theater beim Dummyauslegen und wieder nicht die Arme ausgebreitet, als Lena zu mir zurück kommt. Die Diagnose kann nur Alzheimer lauten. Die Tatsache, dass Lena deutlich von mir aufgefordert werden muss, um, nach dem gemeinsamen Auslegen des Dummies, mit mir zum Ansatzpunkt zurückzugehen, gefällt mir ganz gut. Zeigt dies doch zumindest, dass der grüne Leinensack vielleicht an Bedeutung gewinnt. Bei der endgültigen übergabe, versuche ich Lenas Kopf mit meiner linken Hand etwas anzuheben. Dies gefällt mir beim späteren Betrachten des Videos nicht so besonders. Dass der Hund, bei der übergabe des Dummies, den Kopf anhebt, ist jetzt noch nicht so wichtig. Der Spaß muss weiterhin im Vordergrund stehen, nicht die korrekte Ausführung. Außerdem sollte später auch eine Korrektur der Dummyübergabe möglich sein, ohne den Hund anzufassen.
Wenn wir keine bis wenig Ablenkung haben, läuft Lena prima an der Leine. Der Wald quillt geradezu über vor Gerüchen, die Lena interessieren. Hier wird das An-der-Leine-Gehen schon schwieriger. ähnlich ist es in der Stadt. Ich versuche, so gut es geht, Bäume und Schaufensterfronten mit möglichst großem Abstand zu passieren, da diese offensichtlich allesamt mit Rüdenmarkierungen verseucht sind. Vorauslaufenden Hunden an der Leine zu folgen, geht kaum ohne Ziehen. Wir wechseln dann die Richtung, etwas, das eigentlich ganz gut funktioniert. Oder ich bleibe regungslos stehen, worauf sich Lena nicht zu mir wendet, sonder sich hinsetzt. Und in diesem Zusammenhang ist mir folgendes Problem aufgefallen: Die eh schon relativ selbständige Lena sucht an der Leine keinerlei Augenkontakt zu mir. Wenn ich sie anspreche, egal ob mit Geräuschen oder mit ihrem Namen, zeigt sie an der Leine keinerlei Reaktion. Es ist, als wäre ich gar nicht anwesend. Ich beschließe die Leinenarbeit in zunächst zwei Bereiche aufzuteilen. Sind wir unterwegs, verfahre ich so wie bisher. Dabei achte ich lediglich darauf, dass die Leine nicht spannt. Ich versuche sie hierbei möglichst wenig anzusprechen, solange ich mir sicher bin, dass ich ihre Aufmerksamkeit eh nicht erhalte. Zusätzlich führe ich kleine Trainingseinheiten mit sehr wenig Ablenkung im Garten ein. Lena reagiert hier ganz anders auf Ansprache und Lob, wenn sie schön läuft. Außerdem clicke ich hier, was bewirkt, dass sie mir, in Erwartung weiterer Leckerchen, ins Gesicht schaut. Es soll zunächst nur um die Möglichkeit gehen, Lenas Aufmerksamkeit an der Leine zu bekommen. Ein Wortkommando, wie "Fuß" oder dergleichen, vergebe ich deshalb noch nicht. Der Spaß soll auch hier im Vordergrund stehen. Wohin das führt, weiß ich auch noch nicht so richtig. Ich werde berichten.
Kleinere Suchspiele haben wir in den letzten Wochen auch auf den Wald ausgedehnt. Dabei liegt meine Wurfdistanz der Leckerchen nur bei maximal 50 - 60 cm, da das Welpenfutter aus sehr kleinen Stücken besteht und Lena auch bei wenig Reisig oder kurzem Gras angestrengt suchen muss. Da sich das kleine, braune Futterstückchen zum Teil kaum farblich vom Untergrund abhebt, muss sie ihre Nase einsetzen. In den letzten Tagen gebe ich das Kommando "Such-Such-Such" auch in anderen Situationen. Liegt z.B. Lenas Beißtau in einiger Entfernung, gebe ich ihr das Kommando. Sie schaut sich kurz um und dann mich fragend an. Wiederhole ich das Kommando, nimmt sie die Nase zu Boden. Im Moment, da sie das Tau erblickt, freue ich mich riesig und lobe sie. Sie nimmt es daraufhin relativ sicher auf und ich lasse ein Spiel folgen, bei dem ich sie animiere zu mir zu kommen. Das klappt richtig gut. Auch ihre Leine bringt sie so in meine Richtung. |
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07.08.06 - 13.08.06 Nach vergebenem Kommando "Hier" hat Madam mitunter vor Ausführung noch wesendlich wichtigere Dinge zu erledigen. ;-) Ich beschließe, Lenas Herankommen noch interessanter zu gestalten, vermehrt Spiele nach dem Herankommen als Bestärker einzusetzen. Will die Sache aber auch noch nicht überbewerten. Ansonsten läuft es klasse. Mittlerweile erhalte ich Lenas Aufmerksamkeit an der Leine auch bei leichter Ablenkung im Wald und in der Stadt. Wenn andere Hunde anwesend sind, bleibt es schwierig.
Wie schon erwähnt, sind Lena und ich schon ein paar Mal schwimmen gewesen. Na ja, eigentlich nur Lena, wobei ich es toll gefunden hätte, einmal mitzuschwimmen. Kommt noch! Um den jungen Hund mit dem Wasser, in Verbindung mit Dummies, vertraut zu machen, empfehlen viele Trainer, schon den Welpen mit dieser Situation bekannt zu machen. Für die erste Konfrontation Lenas mit Wasser und Dummies hatte ich die Glör-Talsperre ausgesucht. Dort befinden sich mehrere betonierte Rampen, die seicht ins Wasser führen und so dem Hund ein einfaches Einsteigen ins Nass ermöglichen. Wir können einen tollen Moment abpassen, denn wir sind relativ spät und an einem nicht ganz so wolkenlosen Tag unterwegs und haben somit das Glück, allein am Ufer zu sein. Mir widerstrebt die Aktion ein wenig, da ich mir ja vorgenommen habe, zunächst keine Dummies zu werfen. Lena ist am Wasser eh schon deutlich aufgeregt und das Dummy dämpft ihr Gemüt nicht gerade. Ein Absitzen-lassen würde für den Welpen sicherlich einiges an Druck bedeuten, weswegen ich mich entschließe Lena an der Wasserkante vor dem Start tun zu lassen, was sie will. Sie beobachtet angespannt. Das erste Dummy fliegt ca. 1 Meter ins seichte Wasser. Ohne zu zögern, geht sie den nötigen Weg und bis zur Brust ins Wasser und kommt unmittelbar mit Dummy zurück. Ich erwarte sie direkt an der Wasserkante. Die ins Wasser betonierte Rampe erweist sich als noch nützlicher, als eh schon angenommen, denn sie ist relativ schmal, sodass Lena nicht an mir vorbeikommt, ohne mich nah zu passieren. Ich kann ihr also das Dummy, noch dazu, ohne dass sie sich schüttelt, abnehmen. Das nächste Dummy fliegt einen Meter weiter. Lena hüpft durchs Wasser, bis sie den Boden unter ihren Füßen verliert. Sie schwimmt aufgeregt, lässt aber ihre Vorderläufe unterhalb der Wasseroberfläche. Auch diesmal erwische ich das Dummy, als sie das Wasser verlässt. Letztes Dummy. Hierbei entstehen auch diese Fotos. 3 - 4 Meter vom Ufer fällt das grüne Ding ins Wasser. Auf dem ersten Foto können Sie erkennen, dass Lena bereits bei der Aufnahme des Dummies versucht wieder Augenkontakt mit mir, bzw. mit dem Ufer herzustellen. Ich bin begeistert und nehme ihr das Dummy wiederum vor dem Schütteln aus dem Fang. Ich hätte, aufgrund der angenehmen Temperaturen, die Möglichkeit gehabt, die Dummies im Wasser auszulegen und nicht zu werfen und ärgere mich ein wenig darüber, dass ich dies nicht getan habe. Bin dennoch froh, wie gut alles geklappt hat.
Für das Wochenende hatte Daga Mügge, eine liebe Freundin aus Rheurdt, die dort Labradors aus Arbeitslinien, unter dem Namen "Von den Rheurdter Kuhlen" züchtet, ein Trainingswochenende mit Jörg Brach geplant. Eine schöne Gelegenheit altbekannte Gesichter wiederzusehen und mit Daga ein kleines Training zu absolvieren, um zu checken, wo ich so stehe, was ich unterlassen und was ich intensivieren sollte. Klasse war´s. Ich bekam die Bestätigung, dass Lena ziemlich selbstsicher und eigenständig ist, wenn wir allein im Wald unterwegs sind. Ich erwähnte ja schon, dass sie ohne Weiteres 20 Meter zurückbleibt, wenn es etwas Interessantes zu untersuchen gibt, während ich langsam, auch außer Sicht, vorausgehe. Wechselspaziergänge in leichter Deckung und regelmäßiges Verstecken sollten Lenas Aufmerksamkeit zuträglich sein. Es stellte sich heraus, dass ich mich noch mehr freuen könnte, wenn Lena aus einer solchen Situation dann zu mir kommt. Als Lena vor einigen Tagen im Garten mit ihrem Beißtau spielte, versuchte ich sie abzupfeifen, als sie das Tau trug. Sie kam zwar unmittelbar freudig auf mich zugestürmt, öffnete aber zunächst den Fang und ließ das Tau, vor dem Losrennen, an Ort und Stelle zurück. Daraus resultierte, dass ich bei den ersten Dummyübungen keinen Mut hatte, Lena nach der Dummyaufnahme den Hier-Pfiff zu geben, da ich fürchtete, sie könne das Dummy in dieser Situation ebenfalls zurücklassen. Ich fand das, was sie tat auch nicht ungewöhnlich, da sie ja bis jetzt hauptsächlich den Hier-Pfiff von mir erhielt, wenn sie nichts im Fang hatte. Als die liebe Daga nun, etwas von mir entfernt, sich mit Lena beschäftigte, um sie ein wenig kennen zu lernen, warf sie u.a. für Lena ein Dummy. Die Hündin lief zur Fallstelle und nahm das Dummy auf. Ich war nicht wenig erstaunt als Daga ihr den Hier-Pfiff gab und die Kurze direkt in Dagas Arme lief und zwar mit Dummy. Wir besprachen, dass für die Vergabe des Pfiffes, zum Herankommen mit dem Dummy, die Intensität des Pfiffes wichtig ist. Der junge Hund, der den Hier-Pfiff kennt, soll nach der Aufnahme des Dummies lediglich eine kleine Erinnerung erhalten, was als nächstes zu tun ist, weswegen der Pfiff nur ganz "zart" vergeben werden sollte. Ein toller Tag und tolle neue Informationen und ich kann es kaum abwarten, den "zarten" Hier-Pfiff auszuprobieren.
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14.08.06 - 20.08.06 Alles wie gehabt. In den letzten Tagen achtet Lena, wenn sie frei im Wald läuft, wesentlich mehr auf mich und ich erhalte deutlich leichter ihre Aufmerksamkeit bei Ansprache auf Entfernung. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass wir nun vermehrt, in für Lena unbekanntem Gelände, Wechselspaziergänge unternehmen. Sehr schön reagiert sie auch auf das Wortkommando "Hier". Der Hierpfiff wird von Lena nach wie vor überwiegend klasse umgesetzt. Im Kontakt mit anderen Hunden, kann ich nur leichte Verbesserungen feststellen. So spannt Lena schon noch die Leine, wenn sie Hunde auf Entfernung erkennt. Ist der Abstand zu den anderen Hunden jedoch noch relativ groß, kann ich sie in die entgegengesetzt Richtung führen oder sie setzt sich relativ schnell, wenn sie merkt, dass es nicht weitergeht. Jetzt, da es bei unserer letzten Pinkelrunde am Abend, mitunter schon stockdunkel ist, zeigt Lena auf der Wiese, auf der wir, die im Tagebuch beschriebene, Begegnung mit zwei halterlosen Hunden hatten, deutliche Unsicherheiten an der Leine, verweigert einmal sogar das Weiterlaufen. Ich gehe beim nächsten Mal ohne Leine, bei gleicher Dunkelheit, mit ihr. Sie ist zwar zögerlich und wartet sitzend, während ich vorausgehe, kommt aber dann auf Ansprache freudig nach. Alles nicht so einfach, aber wir zwei sind skrupellos und machen weiter. ;-)
Es gibt Trainer, die empfehlen, den Hund währen der Arbeit oder Ausbildung niemals zu berühren. Bei den einen Hunden störe der Körperkontakt ihre Konzentration, die anderen empfänden dies, in Erwartung einer neuen Aufgabe oder eines Leckerchens, als unangenehm, da oftmals der nach vorn gestreckte, streichelnde Arm das Blickfeld des Hundes einschränkt und dieser vermutet Wichtigstes zu verpassen. Ich habe das Nichtanfassen immer als sehr radikale Einstellung abgetan. Doch meine Meinung ändert sich ganz langsam. Damit wir uns nicht falsch verstehen, sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich mich tagsüber manchmal zu Lena lege. Kurz am Bauch berührt, dreht sie sich sofort auf den Rücken und grunzt und brummt, wie Tiere anderer Gattung. Schweine oder Bären oder Katzen oder so. Lege ich mich im Wohnzimmer auf den Boden, verlässt Lena ihren Platz und leg sich mit Kontakt zu mir. In entspanntem Umfeld mag sie also Korperkontak offensichtlich sehr gern. Ganz anders sieht dies im Training aus. Egal wie klein ich mich mache, wie sehr ich meinen Blick von ihr abwende, meiner berührenden Hand versucht ihr Kopf oft auszuweichen. Dies kann mit meinen Händen kaum im Zusammenhang stehen, da ich ihr, ohne Weiteres, z.B. den Fang öffnen kann, um ihr Dinge aus demselben zu nehmen oder ihr, wie zur Zeit nötig, Augentropfen verabreichen oder ihr die Augen sauber wischen kann, ohne dass sie so deutlich Beschwichtigungssignale zeigt, wie in der Trainingssituation, wenn ich dort versuche sie zu streicheln. In ruhiger Atmosphäre genießt sie das Streicheln ihres Kopfes und ihres Fangs oder das Durchkneten ihrer Ohren. Ich werde im Training etwas mit dieser Thematik herumexperimentieren und darüber berichten.
Der Rollzaun ist wie besprochen zunächst aus dem Training verbannt. Der "zarte" Hierpfiff, den ich letzt Woche mit Daga Mügge besprach und der, praktisch während der Hund das Dummy aufnimmt, vergeben werden sollte, funktioniert großartig. Ich denke jetzt auch daran meine Arme auszubreiten. Lena vor der Dummyausgabe mit Körperkontakt zu loben, fällt nicht ganz leicht, da sie im Training, wie oben geschildert, zum Teil beim Berühren mit Beschwichtigungssignalen reagiert. Wir werden noch ein paar Varianten des Lobens vor und nach der übergabe testen und dann berichten. Lena ist sehr weichmäulig, was die Gefahr des Ausspucken nicht gerade mildert und eine sichere übergabe zusätzlich erschwert. |
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Hier mein kleiner Videoclip (ca. 2,1 MB). zum Hierpfiff. |
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Zum Videoclip: Wundern Sie sich bitte nicht über die Drehung, die ich mit Lena an der Leine zu Beginn durchführe. Sie läuft hier etwas in die Leine, worauf hin ich darauf warte, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, um erneut zum Ansatzpunkt zu gehen. Das Auslegen des Dummies hätte ich beinahe wieder verpfuscht, deshalb nehme ich das Dummy noch einmal auf, um es für Lena interessanter zu machen und lege es dann erneut aus. Aufgefallen ist mir auch noch, dass es Momente in dem Video gibt, in denen ich einen Gesichtsausdruck mache, als hätte mir Lena gerade ans Bein gepinkelt. Ich arbeite daran. Leider können Sie die Dummyübergabe nicht vollständig sehen, da ich die Hündin hierbei verdecke. Dabei hatte ich Lena so sehr gebeten, in die Kamera zu lächeln. ;-) |
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21.08.06 - 27.08.06 Eigentlich keine besonderen Vorkommnisse. Na ja, um ehrlich zu sein, bin ich ein wenig konzeptlos, was die nächsten Schritte in Lenas Ausbildung anbelangt. Es steht die Signaleinführung für die Folge an der Leine an. Doch ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Kommandos ich wofür einsetzen möchte. Man empfahl mir z.B. das Kommando "Bei-Fuß" für das korrekte "Bei-Fuß-Gehen" bei der Dummyarbeit einzusetzen und hierbei die Moxonleine einzuführen. So könne der Hund die Trainingssituation mit der speziellen Leine verbinden, ähnlich wie der Blindenhund sein Geschirr mit der bevorstehenden Arbeit verknüpft. Doch benötigt der Hund dann auch noch ein Kommando für das "normale" Folgen an der Leine? Die Einen sagen so, die Anderen so. Und was ist mit "Sitzen", parallel zu mir, für das Sitzen vor dem Schicken während der Arbeit. Fragen über Fragen. So oder so, ich habe eine Moxonleine bestellt. Ein Plan für die Vergabe zukünftiger Kommandos muss her!
Wir sind in dieser Woche einige Male in der Innenstadt gewesen. Am frühen Abend kurz nach Geschäftsschluss ist dort nicht so viel los und wir konnten prima die Folge an der Leine üben. Allein das Umfeld bietet, auch ohne viele Menschen, Ablenkung genug. Eine paar Tauben boten, versunken im Aufpicken von Weggeworfenem, ihre Hilfe an und ich hatte die Möglichkeit Lena mit 4 - 5 Metern Entfernung ein paar Mal vor den Tauben absitzen zu lassen.
Habe Lena das Signal für "Sitzen" gegeben, als sie in 3 - 4 Metern Abstand zu mir war. Sie kommt dann brav zu mir und setzt sich. Ein schönes Beispiel dafür, wie sehr ein Hund bei der Verknüpfung eines Signals auch Umgebungseindrücke registriert. Da das "Sitzen" zwangsläufig zunächst in unmittelbarer Nähe zum Hundeführenden geübt wird, meint der Hund natürlich, er müsse bei Vergabe des Signals diese unmittelbare Nähe aufsuchen, um korrekt zu sitzen. Mich amüsiert dies eher, als dass es mich stört. Gelegentliche Wiederholungen und die Zeit werden es regeln. |
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28.08.06 - 03.09.06 Wie ich letzte Woche berichtete, habe ich versucht, mir zukünftige Trainingsinhalte vor Augen zu führen. Vor dem Hintergrund, als nächstes das Wortkommando für die Folge an der Leine einführen zu wollen, fällt mir auf, dass ich eigentlich noch gar keinen großen Plan für das Training, der von mir in Zukunft benötigten Kommandos habe. Lena und ich trainieren daher in dieser Woche auf dem gleichen Niveau, wie in der letzten Woche. Wir besuchen die Innenstadt und arbeiten an der Leine, arbeiten an zwei verschiedenen Tagen insgesamt 6 Dummies und ich verstecke mich, nach wie vor, im Wald, versuche so, zugegebenermaßen mit mäßigem Erfolg, ihren Aktionsradius klein zu halten, in der Hoffnung Madam Ichmusshiernochfünfminutenandemgrashalmriechen achtet demnächst mehr auf mich. ;-)
Es hat tatsächlich einiges an überlegungen gekostet, mir darüber Klarheit zu verschaffen, welche Verhalten, auch in Bezug auf die Dummyarbeit, Lena in Zukunft, auf ein Kommando hin, zeigen soll. Auch wenn das Training verschiedener Kommandos jetzt noch nicht stattfindet, erscheint es mir sinnvoll, sich aller, für den persönlichen Bedarf nötigen Kommandos bewusst zu sein, um das Training verschiedener Kommandos von einander abgrenzen zu können. Geplant ist nunmehr Folgendes: Fuß. "Fuß" möchte ich für die Position Lenas, während des Laufens, links neben mir, einsetzten. Dabei soll das Kommando, für das enge Folgen an der Leine und für die Freifolge, während der Dummyarbeit gelten. Langsam. Außerhalb des Dummytrainings ist für mich das enge Folgen, weder an der Leine, noch bei der Freifolge nötig. Das Kommando "Langsam" setze ich bereits beim Leinentraining ein. Ich vergebe es kurz bevor sich die Leine spannt. Im Laufe der Zeit soll die Hündin das Signal als Ankündigung dafür verstehen, dass es gleich nicht mehr weiter geht, wenn sie ihr Tempo nicht reduziert. Sitzen. Ziel des Trainings dieses Kommandos ist das Sich-Setzen unmittelbar an Ort und Stelle, also dort, wo sich die Hündin gerade befindet, wenn sie das Kommando hört. Das Handzeichen hierfür ist die geöffnet Handinnenseite, die in Richtung der Hündin zeigt. Stopp-Pfiff. Ein langer Pfeifton soll für die Hündin, auch aus der Bewegung heraus, das Verbleiben an Ort und Stelle bedeuten. Dabei soll sie sich in meine Richtung drehen und Blickkontakt zu mir suchen. Dieses Signal soll in meinem Fall überwiegend bei der Dummyarbeit Anwendung finden. Bei. Nach Vergabe des Kommandos "Bei" soll sich die Hündin eng links neben mich und parallel zu mir setzen. Ich benötige diese Position ebenfalls überwiegend für die Dummyarbeit. Die Entscheidung, neben des Kommandos "Sitzen", ein weiteres Kommando für das parallele Sitzen eng neben mir einzuführen, hat folgenden Hintergrund. Natürlich wird die Hündin zu Beginn des Trainings keine Vorstellung davon haben, dass das parallele Sitzen gewünschtes Ziel ist. Würde ich nun für das parallele Sitzen ebenfalls das Kommando "Sitzen" verwenden, erscheint mir eine nötige Korrektur, für den Fall, dass die Hündin z.B. nur unzureichend parallel, oder zu weit vor, oder zu weit zurück, sitz, für die Hündin nicht nachvollziehbar. Denn "Sizten" bedeutet ja eigentlich, dass sie sich nach Kommandovergabe unmittelbar setzen soll, egal wo sie sich gerade befindet. Die Vergabe eines zusätzlichen Kommandos für dieses spezielle Sitzen, erscheint wir daher zweckmäßig. Hier. Die Hündin soll im Idealfall das aktuelle Verhalten abbrechen und nah zu mir kommen. Eingeführt ist bereits ein Wortkommando und der Hier-Pfiff, zwei kurze, direkt aufeinander folgende Pfeiftöne. Lauf. "Lauf" ist mein Freigabesignal, mit dem ich alle anderen Kommandos auflöse. Eingesetzt wird es, wenn nach dem Ausführen eines Kommandos keine weitere Aufgabe folgt und die Hündin nun ihren Interessen nachgehen kann. Liegen. Die Hündin soll sich hinlegen. Das klassische "Platz" ist bei mir das Kommando "Liegen". ähnlich wie bei dem von mir eingesetzten "Sitzen", hat die Zweisilbigkeit für den Hund eher keine Bedeutung. Mensch fällt es aber tendenziell schwerer zweisilbige Worte barsch auszusprechen, wodurch die Kommandovergabe "Liegen" meist freundlicher klingt. Das Handzeichen ist die in Richtung Boden geführte, geöffnete Handinnenseite. Verloren. Mit diesem Kommando soll die Hündin bei der Dummyarbeit aufgefordert werden, eine Verloren-Suche zu starten. Such-Such-Such. "Such-Such-Such" soll die Hündin veranlassen bei der Suche im Gebiet der Fallstelle, während der Dummyarbeit, ihre Nase einzusetzen, indem sie sie zu Boden nimmt. Danke. Das Kommando ist die Aufforderung, alles, was die Hündin trägt, in meine Hand auszugeben. Nein. "Nein" ist das Signal für absolutes Verbot. Hierbei soll die Hündin unmittelbar ihr aktuelles Verhalten abbrechen. Over. Die Hündin soll dieses Kommando als Hilfestellung verstehen. Nähert sie sich einem Hindernis und soll sie dieses Hindernis, zum Beispiel beim Voranschicken, überwinden, würde dies Signal vergeben werden. An der Konditionierung einiger Verhalten arbeite ich ja bereits, die Anderen werden folgen. Spannende Zeit.
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04.09.06 - 10.09.06 Nach verschiedenen Gesprächen mit Hundeführenden, die aus ihrer "Welpenzeit" berichteten und vor dem Hintergrund, dass ich bei Hundebegegnungen immer wieder zu hören bekomme, dass man erstaunt sei, wie schnell sich Lena bewegt und dass man dies beim eigenen Hund mit 18-19 Wochen nicht hat beobachten können, oder bezüglich der Tatsache, dass Lena in der Welpengruppe von jedem, um Wochen jüngeren Hund bezüglich des ruhigen Sitzens oder an der Leine Laufens vorgeführt wurde, wird mir langsam, aber sicher, klar, was die Leute meinen, wenn sie sagen, ein Hund aus einer Arbeitslinie ist mitunter kaum mit einem Hund aus einer Showlinie vergleichbar und der Ersthundebesitzer möge sich sehr wohl überlegen, auf was er sich mit einem Arbeitslinienhund einlässt. Ausgeprägtes Neugierverhalten, gepaart mit hohem Bewegungsdrang und einer zum Teil erstaunlichen Eigenständigkeit eines hochagilen Hundes, mögen zwar für die Dummyarbeit wünschenswert sein, bedeuten jedoch, dass der Hundeführende bei der Umsetzung seines Trainings mindestens genauso schnell handeln muss, um Trainingserfolge zu erreichen. In einigen Situationen erscheinen mir voraussehende, telepathische Kräfte, das einzige Mittel zu sein, die Hündin in die gewünschte Trainingsrichtung zu lenken. Dummerweise kann ich an Telepathie nicht recht glauben. Ich muss schneller werden und lernen, die Hündin besser zu lesen. Mit leichten Bedenken bleibe ich jedoch zuversichtlich.
Einen Trainingsvorschlag aus dem Welpenschulen-Buch von Viviane Theby wende ich bei Lena seit 2-3 Tagen an. Da ich schon früh damit begonnen hatte, Lena mit 2-3 Metern Distanz zur Futterschale abzusetzen und ich sie dann mit dem Hier-Pfiff heranpfeife, wartet sie relativ sicher auf mein Signal. Theby schlägt vor, die Futterschale z.B. in den Graten zu stellen und sich ihr, gemeinsam mit dem Hund an der Leine, zu nähern. Das klappt ganz großartig. Ich leine Lena an und gehe mit gefüllter Futterschüssel bewaffnet mit ihr in den Garten. Dort setze ich Lena ab, entferne mich ca. 8 Meter, stelle die Futterschüssel zu Boden und gehe zurück zur Hündin. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass Lena überhaupt nicht zieht. Aber ihre Aufmerksamkeit zu erhalten, indem ich sie anspreche, ist ultraeinfach. Sie dreht sich unmittelbar um, ich kann einen kleinen Kreis mit ihr gehen und erneut in Richtung Schüssel laufen. Dabei achtet sie ungleich mehr auf meine Geschwindigkeit als sonst und die Leine bleibt bereits beim zweiten Versuch locker. Ob dies irgendeine Auswirkung auf die Leinenführigkeit in anderer Umgebung hat, kann ich noch nicht sagen. Zumindest schaden kann es nicht. Ich werde berichten.
Zwei Neuerungen ändern das Dummytraining in dieser Woche gravierend. Ich beschließe das Schicken auf Dummies nicht mehr im Garten durchzuführen. Lena ist hochmotiviert mit den grünen Leinensäcken zu arbeiten. Die kurzrasierte Wiese im Garten bietet kaum Abwechselung. Zur Zeit ist bei Lena keinerlei Langeweile zu beobachten, wenn ich sie voranschicke und dies soll auch so bleiben, weswegen ich interessantere Gelände suche, in denen ich ab nächster Woche auch leichte Geländeübergänge oder Variationen des Bewuchses nutzen möchte. Außerdem arbeite ich ab sofort mit leichten Memories. Lege mit Lena 2 Dummies in einem Winkel von 180° aus und schicke sie zuerst auf das eine dann auf das andere Dummy. Die Hündin muss sich also merken, dass nach dem Apport des ersten Dummies noch eine weitere Aufgabe zu erledigen ist. Interessant zu beobachten ist, dass Lenas Motivation bei der Arbeit deutlich zugenommen hat, obwohl ich die Dummies, nach wie vor, nur auslege und nicht werfe. Genau die gleiche Entwicklung konnte atten auch die 3 Hunde, Bonny, Teddy und Josie durchschritten, deren Dummyarbeit ich Monate zuvor organisieren durfte. Ich halte also weiter am Auslegen fest.
Mensch empfiehlt bereits den ganz jungen Hund über das Wasser apportieren zu lassen, damit er auch das Wasser als Geländeübergang kennen lernt. Bei den ersten übungen ist das Durchschwimmen noch nicht nötig. Ich entdecke einen kleinen Bach der wie geschaffen für diese Aufgabe erscheint. Am darauffolgenden Tag besuchen wir die Stelle mit Dummies im Gepäck erneut. Hier entsteht auch das folgende Video. An diesem Nachmittag arbeitet Lena die ersten Dummies außerhalb des Gartens. |
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Zum Videoclip: Ich lasse Lena am Ansatzpunkt warten und lege das Dummy alleine aus. Ich überlege zuvor, ob das so von ihr geforderte Warten nicht zu viel Druck für Lena bedeutet. Auf der einen Seite bedeutet das plätschernde Wasser eine Menge zusätzlicher Aufregung für die Hündin. Auf der anderen Seite würde das gemeinsame Laufen durch das Wasser auch nicht gerade ihre Ruhe fördern. Ich entscheide, dass das relativ bewegungslose und damit ruhigere Warten für Lena einfacher ist. Wie Sie sehen können verlässt Lena ja dann auch ihre Sitzposition. Leider ist mein Gesicht von den Zweigen im Vordergrund verdeckt. Sie könnten sonst sehen, wie erstaunt ich bin, dass sich Lena relativ einfach wieder ins Sitz rufen lässt. Ein Sitz auf Entfernung so zu sagen. Ich bin begeistert, da Lena bei meinen bisherigen Versuchen, sie auf der Wiese auf Entfernung ins Sitz zu rufen, meistens zunächst die Distanz zu mir verringert. In Woche 8 berichtete ich bereits davon. Auf meinem Rückweg zu Lena verdecke ich ihr die Sicht auf das Dummy. An ihrer Bewegung, mit dem Versuch an mir vorbei zu gucken, um bloß nicht das Dummy aus den Augen zu verlieren, können Sie dies erkennen. Wenn die Hündin das ausgelegte Dummy in Entfernung gut sehen kann, werde ich das Verdecken des Dummies auf dem Rückweg, in Zukunft, beim Apport über Wasser, zu verhindern versuchen, um ihr das Warten so einfach wie möglich zu gestalten. Anderenfalls dient ihr die von mir getretene Spur an Land als Hilfe, um in gerader Linie zu laufen. Um den Spaß für Lena im Vordergrund stehen zu lassen und um die Hündin nicht zu sehr unter Druck zu setzen, rufe ich sie bei meiner Ankunft nicht erneut ins Sitz. Vor dem Schicken achte ich allerdings darauf, dass sie sitzt. Aufgrund der Gefahr des Schüttelns in Verbindung mit dem Ausspucken des Dummies vor der Dummyübergabe, empfange ich Lena direkt am Wasser. Aufgefallen ist mir noch, dass ich ihr die Leine etwas rasch abnehme. Auch hier werde ich in Zukunft versuchen mehr Ruhe hinein zu bringen. Oft zeigen die Hunde, wenn ihnen eine Moxon-Leine über den Kopf gezogen wird, deutliche Beschwichtigungssignale. Mit einer großen Schlaufe und ruhigen Bewegungen kann mensch hier gegenarbeiten.
Bei uns im Garten gibt es eine Tannenhecke. Die Tannen bekommen viel Licht, was bewirkt, dass ihre Zweige bis dicht auf den Boden reichen. Ich setze Lena ca. 2 Meter vor den Tannen ab und gehe zu den Bäumen, hole ein Dummy aus der Tasche, zeige es Lena kurz, strecke auf Schulterhöhe meinen Arm zwischen die Zweige und lasse das Ding fallen. Ich gehe zurück zur Hündin, hocke mich neben sie und nehme meine Hand vor ihr zu Boden. Gleichzeitig führe ich meine Hand in die Richtung, in die Lena laufen soll und gebe das Kommando "Verloren". Lena hat keine Probleme, nimmt die Deckung der Zweige an und findet schnell, kommt schön zurück. Der Schwierigkeitsgrad liegt in meinen Augen hier nicht im Finden, sondern darin, dass die Hündin, obwohl sie das ruhende Dummy nicht sehen kann, dennoch startet. Ich würde die übung so zunächst nicht wiederholen, da ich Lena an der Fallstelle nicht sehen konnte. Somit hatte ich keine Kontrolle, um sie nach Aufnahme zu mir zu pfeifen. Bei der nächsten Verlorensuche werde ich eine Deckung wählen, in der die Fallstelle für die Hünidn zwar nicht einzusehen ist, in der ich Lena aber besser beobachten kann. |
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11.09.06 - 17.09.06 Alles ganz schön schwierig!!
Ich mache mir nichts vor, ich hänge irgendwie fest. Erfahrene Dummyleute, die ich in dieser Woche traf, um die Hündin vorzustellen und um zu klären, wo ich stehe und in welche Richtung ich weiterarbeiten sollte, bescheinigen Lena ein tolles Arbeiten, mit schönem Bring- und Beutetrieb. Man erklärt mir aber auch, dass die Hündin bezüglich ihres Grundgehorsams deutlich weiter sein könnte und damit auch deutlich schwierigere Aufgaben im Dummytraining zu bewältigen imstande wäre. Man empfiehlt, das Dummytraining zunächst einzustellen, um zunächst ein beim ersten Kommando ausgeführtes, sicheres "Hier", "Sitz" und "Bleib" zu erreichen. Doch die vorgeschlagenen, an Lena demonstrierten Methoden gefallen mir gar nicht, da die Hündin deutlich Beschwichtigungssignale zeigt, deutlich beeindruckt ist, sich mitunter in meine Richtung dreht, während ich, etwas abseits stehend, die Szenerie beobachte. Ich werde meine Hündin nicht mit Leinenruck zwingen, auch nicht, mit einem "nur leichten" Ruck, mir ihre Aufmerksamkeit zu schenken und ich werde auch nicht damit beginnen, die Hündin deutlich schärfer anzusprechen, wenn sie nicht beim ersten Signal gehorcht. Alle Theorien, die ich, nach wie vor, für so einleuchtend halte, würde ich ad absurdum führen. Klar ist, dass der Hund deutliche Ermahnungen in Situationen erhält, in denen er sein aktuelles Verhalten abbrechen soll. Nimmt er z.B. etwas Unerwünschtes auf, bedeutet ein deutliches "Nein" oder ein Griff über seinen Fang Druck für den Hund, aber ist in dieser oder einer ähnlichen Situation durchaus legitim. Soll der Hund dagegen ein erwünschtes Verhalten erlernen, kann Druck nur kontraproduktiv sein, da dieser nachweislich die Lernbiologie des Hundes hemmt. Dies kann nur bedeuten, Druck gänzlich aus der Lernsituation heraus zu halten. Ich werde weiterhin daran festhalten, eben weil mir die dahinter stehende Theorie so schlüssig erscheint. Doch ich merke auch, dass ich bei Ablenkung nur schwer zur Hündin durchdringe, nur schwer ihre Aufmerksamkeit erreiche. Ich mache mich offensichtlich, in Situationen der Ablenkung, nicht interessant genug für Lena. Bestärke sie wahrscheinlich zum falschen Zeitpunkt oder spreche sie an, wenn ich sie besser nicht ansprechen sollte oder spreche sie nicht an, wenn Ansprache wichtig wäre. Auch der Einsatz einer freudigen hohen Stimme fällt mir offensichtlicht schwerer, als ich dachte. Mir gehen ein wenig die Ideen aus. |
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18.09.06 - 24.09.06 Es bleibt Alles anders!!
Was hat mich in den letzten zwei Wochen dazu gebracht, die von mir favorisierten Ausbildungsmethoden derart in Frage zu stellen? Für mich war es wichtig, in den letzten Tagen, die Begriffe "autoritäre Erziehung" und "konsequentes Handeln" noch einmal sachlich gegeneinander abzugrenzen. Ich höre in vielen Diskussionen immer wieder, man könne einen Hund nicht antiautoritär erziehen und die Befürworter seien mit ihren Theorien im Unrecht. Ich bin der festen überzeugung, dass der Begriff "positive Bestärkung", u.a. von Karen Pryor mit ihrem Buch "Positiv bestärken - sanft erziehen" geprägt, und die damit von vielen assoziierte Ausbildungsmethode, immer wieder mit der Idee der Antiautorität verwechselt oder gleichgesetzt wird. Doch ich habe noch niemanden getroffen, der eine Stelle in der Literatur benennen konnte, aus der hervor geht, das irgendjemand einen antiautoritären Ausbildungsstil im Umgang mit Hunden befürwortet. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder das Clickertraining angeführt und ebenfalls in die antiautoritäre Ecke gedrückt. Sie sind sicherlich nicht verwundert, wenn ich Ihnen sage, dass die Clickerleute, die ich kennen gelernt habe, auch nichts von antiautoritärer Erziehung halten. ähnlich verhält es sich in meinen Augen mit der Umsetzung der geforderten Konsequenz dem Hund gegenüber. Auch hier paart sich offensichtlich immer wieder sinnvolle Methodik mit Halbwissen. Denn allzu oft meint der Hundeführende konsequent zu handeln, wenn er in einer Trainingssituation z.B. das erste nicht befolgte Kommando, bei zweiter Vergabe erzwingt, indem er laut wird oder deutlich, physisch einwirkt. In gewisser Weise ist das natürlich konsequent. Aber auch diese Vorgehensweise ist nicht das, was in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben steht. Auch in diesem Zusammenhang hat mir bis heute niemand einen Literaturverweis nennen können, der die mittlerweile intensiv erforschte Lernbiologie berücksichtigt und gleichzeitig Konsequenz in der Ausbildungssituation mit Druck in Verbindung setzt. Druck kann für den Hund nur zurückweichen und/oder beschwichtigen und/oder erschrecken usw. bedeuten. Wie kontraproduktiv dies in der Lernsituation sein muss, die zum Ziel hat, dass der Hund ein erlerntes Verhalten freudig auf Kommando ausführt, kann sich jeder selbst beantworten. In den Situationen, in denen es um das Erlernen eines Verhaltens geht, werde ich also weiter jeden Druck heraushalten, auch wenn viele aus meinem unmittelbaren Umfeld Anderes propagieren. Die erneute Fragenstellung, ob Druck in der Lernsituation eingesetzt werden sollte oder ob ein "guter" Arbeitshund, bei totalem Verzicht jeglichen Druckes in der Lernsituation, überhaupt formbar ist, entstand, wie bereits mehrfach angedeutet, vor dem Hintergrund, dass ich Lenas Aufmerksamkeit bei Ablenkung nur schwer auf mich ziehen kann. Ist die Ablenkung gering, werden die von Lena bis jetzt erlernten Verhalten sicher von ihr ausgeführt. Dieses Problem kann ich natürlich nicht wegdiskutieren. Doch Ziel kann hier nicht sein, die Hündin durch grobes Ansprechen oder gar physisches Einwirken, und sei es "nur" über die Leine, mit anderen Worten durch Verunsicherung, aufmerksam zu machen. Der logische Schluss kann nur lauten, dass die Hündin "jeden Grashalm" interessanter findet, als meine Ansprache und genau hier werde ich versuchen anzusetzen. Vor dem Hintergrund dieser überlegungen habe ich am Ende der Woche mit der sogenannten Handfütterung begonnen. Dabei erhält Lena am Morgen und am Abend nur die Hälfte ihrer Futterration. Zu Mittagstisch wird gar nicht mehr gebeten. Anderen Hundeführern bleibt es verboten Lena Leckerchen zu geben. Den Großteil ihres Futters erhält sie somit für Dinge, die sie gut macht, direkt aus der Hand. Außerdem arbeite ich weiter an meiner hohen Stimme, die für Lena vorzugsweise bei weiblichen Hundeführenden probates Lockmittel ist. Ich werde berichten... |
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25.09.06 - 01.10.06 Die in der letzten Woche begonnene Handfütterung zeigt noch keine umwerfenden Veränderungen. Für mich fällt allerdings eine Beurteilung kleiner Fortschritte denkbar schwer, da ich Lena natürlich jeden Tag sehe. Wir unternehmen kleine Trainingseinheiten im Wald und im Garten, üben Leinenführigkeit, Sitzen, Hier und das Bleiben. Also eigentlich nichts Aufregendes. Im Kontakt mit anderen Hunden spreche ich Lena weniger an, wenn sie an der Leine zieht. Ignoriere sie also. Auf 15 bis 20 Metern Distanz zu anderen Hunden kann ich sie schon relativ ruhig im "Sitz" halten, auch wenn sie unangeleint ist. Bei kürzerer Distanz wird es schwer. Dummerweise teste ich mitunter bei kürzeren Distanzen dennoch ihren Gehorsam, während sie mein Kommando "Sitzen" für Irrsinn und für nicht durchführbar hält und durchstartet. Ich bin aber bemüht, versuche mich, in entsprechender Situation daran zu erinnern, nur Aufgaben zu stellen, die für die Hündin mit hoher Wahrscheinlichkeit sicher zu bewältigen sind; ein Trainingsgrundsatz, den ich nur zu gerne immer beherzigen würde. Ein hoffentlich kleines Problem scheint sich in zwei kleinen Dummytrainingseinheiten anzubahnen. Lena hört sehr schön, bei entsprechend geringer Ablenkung auf den Hierpfiff. Oftmals kommt sie dabei sehr nah und sitz unmittelbar vor und ist in der Vergangenheit dafür natürlich oft mit Leckerchen bestärkt worden. Bis hierhin eigentlich toll. Doch da sie während der Dummyaufnahme ebenfalls diesen Pfiff von mir erhält, fürchte ich, sie kommt mit Dummy ebenfalls in Erwartung eines Leckerchens zu mir und neigt somit zum Ausspucken. Ich versuch gegen zu steuern, indem ich ein paar Meter mit ihr weiterlaufe, unmittelbar nachdem sie mit Dummy bei mir ist. Dabei halte ich meine Hand in die Nähe ihres Fangs und damit in die Nähe des Dummies, fasse es aber nicht an und lobe sie ausgiebig. Wenn wir ein paar Meter gelaufen sind, nehme ich die Hand an das Dummy und gebe ihr das Kommando für das Ausgeben. Ich habe auch versucht, mich hinzuknien und sie zum Spiel aufzufordern, bei dem sie das grüne Ding sehr schön weiterträgt, wobei ich meine Hände auf dem Boden lasse. Doch die eigentliche übergabe bleibt schwierig. Ich erwäge die Handlungskette "Aufnehmen - Kopf nach oben nehmen - Halten" zu clickern. Bin mir aber nicht sicher, ob meine Klickerkünste hierfür ausreichen. Ich muss noch ein- zweimal darüber schlafen. |
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02.10.06 - 08.10.06 ... immer noch Handfütterung. Wir geben nicht auf!! ;-) Ich habe diese Woche in drei Trainingseinheiten die Kamera mitlaufen lassen, um Ihnen einen kleinen Einblick zu verschaffen, an welchen Stellen ich u.a. den Clicker einsetzte. Natürlich baue ich wieder eine Menge Mist in mein Handling ein, aber dazu gleich mehr.
Um seine eigenen Fähigkeiten im Umgang mit dem Clickers zu schulen, wird empfohlen, zunächst einfache Aufgaben für den Hund auszuwählen, deren Relevanz nicht wichtig ist. Aufgaben also, auf die Sie später verzichten können, sollten Sie das Einüben dieser Aufgaben mit dem Clicker total in den Sand setzen. Ich hatte mitunter beobachtet, dass Hunde beim Anlegen der Moxonleine zum Teil mit Beschwichtigungssignalen reagieren, indem sie ihren Kopf wegdrehen, sich über die Schnauze lecken oder sich schütteln, nachden sie die Leine angelegt bekommen haben und hatte mir überlegt, dass es toll wäre, wenn Lena auf Kommando ihren Kopf eigenständig in die Schlinge einer Moxonleine stecken würde. Der Plan war eigentlich, Ihnen einzelne Trainingsschritte in bewegten Bildern zu zeigen. Doch da die Aufgabe, sowohl für den wenig clickererfahrenen Handler, als auch für den wenig clickererfahrenen Hund, wirklich nicht schwer ist, ist daraus leider nichts geworden, da ich das erste und zweite Clickertraining für diese übung nicht filmte, da ich dachte, es würde mehr Zeit benötigen und Lena bereits beim dritten, ebenfalls nicht gefilmten Training mehr oder weniger die Endausführung zeigte. Zum Trainingsaufbau: Sollte der Hund schon Targeterfahrungen haben, also z.B. schon einmal geclickt worden sein, wenn er etwas mit seiner Schnauze berührt, wird der Hund die Aufgabe schneller begreifen, als Sie "Knackfrosch" sagen können. Aber auch für Clickereinsteiger ist diese Aufgabe gut zu bewältigen. Mindestvoraussetzung ist natürlich, dass mensch sich mit der Methodik des Clickerns beschäftigt hat und natürlich, dass der Hund bereits auf den Clicker konditioniert ist. Ich habe die möglichst weit geöffnete Schlinge mit dem Mittelpunkt der öffnung in Schulterhöhe des Hundes in einem Meter Abstand gehalten. Zunächst habe ich jedes Verhalten Lenas geclickt, das irgendwie in Richtung der Schlinge wies. Kopf in Richtung Schlinge drehen, Schlinge anschauen, in Richtung Schlinge gehen usw.. Da Lena bereits Erfahrungen mit einem Target gesammelt hatte, berührte sie die Leine bereits nach wenigen Versuchen 5 - 6 Mal hintereinander, worauf der Click ab diesem Zeitpunkt für dieses Verhalten ausblieb. Bei ihren nächsten energischeren Versuchen die schmale Leine zu berühren, rutschte sie an dem Seil vorbei und geriet praktisch zufällig in die Schlinge was ich bestätigen konnte. Sie variierte ihr Verhalten noch 1 -2 Mal, indem sie wieder die Leine berührte oder ein völlig anderes Verhalten anbot, indem sie sich z.B. hinlegte. Daraufhin bin ich einige Schwierigkeitsstufen zurück gegangen, habe z.B. wieder geclickt, wenn sie sich der Leine zuwandte und konnte so relativ schnell das "Kopf-in-die-Schlinge-Stecken" wieder einfangen. |
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Der Clip zeigt unseren aktuellen Trainingsstand. Lena zeigt das Verhalten bei angebotener Leine relativ sicher (mindestens 8 von 10 Versuchen). Für die Clickereinsteiger möchte ich noch einmal erwähnen, dass der Hund bis hier her kein Wortkommando erhält. Dies wird erst eingeführt, wenn der Hund das erwünschte Endverhalten relativ sicher zeigt. Für Lena und mich bedeutet dies, dass wir praktisch unmittelbar vor der Einführung des Kommandos stehen. Eigentlich ist die angebotene geöffnete Schlinge Signal genug für die Hündin. Ein Kommando möchte ich aber dennoch einführen, um z.B. ein zuvor vergebenes "Sitz" eindeutig aufzulösen. Zum 2. Videoclip: Im zweiten Clip geht es um das Bestätigen des schnell ausgeführten "Sitzen" in Verbindung mit der Folge. Hier die Folge an der Leine. Das Wortkommando "Sitzen" vergebe jeweils ich zum Zeitpunkt, da ich mit dem linken Bein stehen bleibe und meine rechtes Bein nur noch heranziehe. Bei erneutem Start vergebe ich das Kommando "Fuß", um das "Sitz" aufzulösen. Wie Sie sehen können, sitz die Hündin noch nicht richtig parallel. Dies ist im Grunde der nächste Trainingsschritt, bei dem nur noch dichteres Sitzen, später nur noch korrektes paralleles, dichtes Sitzen durch den Click bestärkt wird. Das korrekte Gehen nahe am Bein ist Inhalt eines gesonderten Trainings und bleibt hier unberücksichtigt und von mir unbestärkt. Beim Betrachten des Videos ist mir aufgefallen, dass ich tendenziell etwas zu spät clicke, da es um das Verhalten des "Sich-Setzens" geht und damit der Click in das gezeigte erwünschte Verhalten hineinragen kann. Bei der letzten Ausführung steigere ich den Schwierigkeitsgrad, indem ich das Kommando vergebe, ich selber aber weitergehe. Hierzu hat es einen Zwischenschritt im Training gegeben, der im Clip nicht zu sehen ist. Dabei bleibe ich zunächst mit der Hündin kurz stehen (mein linkes Bein steht, mein rechtes ziehe ich heran) und gehe dann weiter. Erst nach diesem Zwischenschritt konnte ich damit beginnen, nach Kommandovergabe selber gar nicht mehr anzuhalten. |
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Gerät der Hund, bei einer Markierung oder beim Einweisen, vom erfolgsversprechenden Weg zum Dummy ab, oder verlässt er bei der Verlorensuche das Suchen-Gebiet, benötigt der Hundeführende ein Signal zum Abzustoppen des Hundes auf Distanz, um ihn in eine neue, erfolgsversprechendere Richtung schicken zu können. Bei Signalvergabe soll der Hund, ungeachtet seiner Bewegungsintensität und unabhängig von der Distanz zum Handler, stoppen und seine Aufmerksamkeit in Richtung des Hundeführenden lenken. Erwünscht ist dabei, dass sich der Hund möglichst gerade zum Hundeführenden ausrichtet, um das darauf folgende richtungsweisende Signal möglichst sicher interpretieren und ausführen zu können. In der Dummyarbeit ist es unerheblich, ob sich der Hund nach dem Signal auf Entfernung setzt oder ob er stehen bleibt. Ich habe mich dazu entschieden, das Stoppen in Entfernung über das Kommando "Sitzen" aufzubauen. Der erste Schritt ist natürlich, dass der Hund das Kommando "Sitzen" sicher befolgt. Unsere ersten Versuche bezüglich des Sitzens auf Entfernung beschrieb ich ja bereits in der 8. Trainingswoche. Die Distanz zu mir habe ich langsam gesteigert und habe anfänglich darauf geachtet, das Lenas Bewegungen vor der Kommandovergabe nicht sehr intensiv waren und dass sie bereits vor dem Kommando in meine Richtung stand oder langsam ging. Das Wortkommando habe ich mit dem Handzeichen dabei unterstützt. Trainiert haben wir dies zunächst im Garten. Hier ist ihr das Umfeld bekannt. Je kleiner die Ablenkung, umso besser. Im nächsten Schritt habe ich das Kommando "Sitzen" auch vergeben, wenn die Hündin nicht zu mir gerichtet war. Mitunter habe ich Lena bei den ersten Malen vor Kommandovergabe mit ihrem Namen angesprochen, um mir ihrer Aufmerksamkeit sicher zu sein. Sprach ich sie mit Namen an, drehte sie sich sehr schön zu mir. Die direkt danach geforderte Ausführung des Sitzens schien ihr dann tendenziell leicht zu fallen. Lena und ich haben das Ganze dann auch auf die Situationen ausgedehnt, in denen wir nicht im Garten, sondern unterwegs waren. Die nächste von mir gewählte Schwierigkeitsstufe beschreibt unseren aktuellen Trainingsstand. Dabei warte ich auf Situationen während wir unterwegs sind, in denen Lena, nachdem sie zurück bleibt, mir folgt und an mir vorbei vorausläuft und vergebe nun das Kommando "Sitzen". Auch wenn ich mich wiederhole, ich muss bei meiner triebigen Hündin immer den Grad der Ablenkung versuchen einzuschätzen, damit sie eine Chance hat, das Kommando zu befolgen. Die Vorherige Ansprache mit ihrem Namen setze ich hierbei immer seltener ein. |
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die langsame Steigerung der Distanz in allen Trainingsstufen wichtig für die Hündin war und ist. Wir haben, wie in den Lehrbüchern mit 50-60 cm Abstand zwischen uns begonnen. Ging ich zu schnell vor, steigerte ich also die Distanz deutlich für den nächsten Trainingsschritt, kam Lena häufig erst zu mir gelaufen und setzte sich dann. In der Literatur ist die sogenannte Sicherheitsdistanz beschrieben, bei deren überschreitung der Hund sich zunehmend unsicher fühlt, und damit Kommandos schwieriger befolgen kann. Auch dies, neben der in Woche 8 beschriebenen Problematik, kann Grund sein, warum sich ein junger Hund bei dem Kommando "Sitzen" zunächst nähert und sich erst dann setzt. Die Einschätzung dieses Verhaltensmusters ist in meinen Augen deshalb wichtig, um dem Hund nicht Ungehorsam zu unterstellen. Die schon erwähnte langsame Ausweitung der Distanz zwischen Hund und Handler schafft Abhilfe. Für die Konditionierung des Stoppsitzpfiffes wird oftmals empfohlen, bereits beim Training des Kommandos "Sitzen" in unmittelbarer Nähe des Hundeführenden, den Pfiff zu etablieren. Warum ich etwas anders vorgehe, versuche ich im Folgenden zu erklären: Bei Einführung des zweiten Pfeifsignals, neben dem Hierpfiff, muss der Hund lernen die beiden Pfiffe zu unterscheiden. Erst jetzt hat er überhaupt erst die Möglichkeit nachvollziehen zu können, dass er nicht nur auf den Klang des Pfeifsignals zu hören braucht, sonder auch noch die Sequenz berücksichtigen muss, um das erwünschte Verhalten anbieten zu können. Dummerweise könnten die erwünschten Verhalten bei Vergabe der zur Diskussion stehenden beiden Pfiffe unterschiedlicher nicht sein. Soll der Hund doch bei dem einen Pfiff schnell nah herankommen und bei dem anderen Pfiff genau das Gegenteil tun, nämlich in Entfernung bleiben. Bei der Etablierung des Sitzpfiffes in unmittelbarer Nähe des Hundeführenden gibt es daher in meinen Augen zwei Probleme. Erstens verknüpft der Hund natürlich zwangsläufig den Pfiff zunächst mit besagter Nähe zum Hundeführenden und zweitens bleibt das Stoppen völlig unberücksichtigt. Den Hund mit dem ihm bereits bekannten Kommando in Entfernung absitzen zu lassen, dies bei steigender Bewegungsintensität zu trainieren und dann erst den Pfiff für die somit bereits erlernte Verhaltenkette einzuführen, scheint mir schlüssig. Ich denke wir werden den Stoppsitzpfiff nächste oder übernächst Woche einführen und ich werde natürlich berichten. |
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09.10.06 - 15.10.06 Handfütterung, Basics, Handfütterung, Basics, usw.. Auf jedem Spaziergang einige kleine übungen. Sonst nix Neues.
Die kleine Lichtung entdecken wir per Zufall im Wald. Besuchen sie erneut am nächsten Tag. Ca. 60 cm hohe Tannen und Sträucher stehen relativ licht und geben mir relativ guten Blick auf ausgelegte Dummies. Die Auslegestellen sind aus Lenas Perspektive nicht einzusehen. Die Hündin kann mich aber gut beim Auslegen beobachten. Zwischen den Sträuchern kann ich die grünen Säcke gut sichtbar positionieren, da der Bewuchs um die kleinen Bäume herum nicht besonders hoch und nicht besonders dicht ist. Das kleine Feld ist von größeren Bäumen und dichter Deckung umrandet, wovon ich mir erhoffe, dass diese deutlichen Geländeübergänge Lena im Suchengebiet halten. Da mensch zu Beginn der ersten übungen von der Ausdauer seines Hundes beim Suchen noch nichts weiß, ist der Einstieg in die Verlorensuche gar nicht so leicht. Auf der einen Seite soll der Hund in jedem Fall zum Erfolg gelangen, was für eine eher größere Anzahl ausgelegter Dummies spricht, auf der anderen Seite soll der Hund nicht zum Tauschen verleitet werden, weshalb eher weniger Dummies ausgelegt werden sollten. Wiederum ist es durchaus legitim dem jungen Hund, der nach gewisser Zeit noch kein Dummy gefunden hat, zu helfen, indem mensch ebenfalls das Suchengebiet betritt und dem Hund bei der Suche hilft. Auch vor dem Hintergrund der Gefahr des Tauschens, beschließe ich, zunächst lediglich ein Dummy an bewuchsfreier Stelle auszulegen. Lasse die Hündin also absitzen, gehe ins Suchengebiet, halte das Dummy hoch, um es der Hündin zu zeigen, lege es daraufhin aus, gehe zur Hündin zurück und schicke sie mit dem Kommando "Verloren" und mit Handzeichen. Während der Dummyaufnahme erteile ich den Hierpfiff. Ich wiederhole die übung, lege aber, ebenfalls nachdem ich der Hündin jeweils die Dummies zeige, zwei grüne Säcke aus. Bei der dritten übung entsteht der Videoclip, in dem ich drei Dummies auslege. Leider zerschieße ich mir am PC die Videodatei, wobei der Anfang des Clips, absitzen lassen und auslegen des ersten Dummies, für immer ins Nirwana hinübergleitet. Was vom Video übrig geblieben ist, können Sie im Folgenden sehen. |
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Zum Videoclip: Eigentlich gefällt mir die Aktion ganz gut. Noch schöner wäre es gewesen, ich hätte mir vorher überlegt, ob ich die Hündin zwischen den einzelnen Malen des Schickens anleine oder nicht. Im Video können Sie vor dem letzten Schicken meine Unsicherheit und mein Zögern bezüglich des Anleinens beobachten. Man kann ein Training eben nie genug vorbereiten. Schön wäre auch gewesen, ich hätte nach dem zweiten Schicken erkannt, dass die Hündin immer denselben Weg ins Suchengebiet benutzt. Das Verändern der Ansatzposition hätte vielleicht Abhilfe geschaffen. |
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16.10.06 - 22.10.06Wie ich in Woche 13 erklärte, meinte ich deutlich erste Ansätze des Ausspuckens bei Lena entdecken zu können. Eine ganz "großartige" Idee hatte ich in diesem Zusammenhang, indem ich Lena lediglich zwei Mal das Kommando "Nein" erteilte, wenn sie das Dummy fallen ließ. Die Auswirkungen meiner zwei kleinen Ermahnungen waren enorm. Nahm sie sonst alles freudig auf, was ihr vor die Füße geriet, traute sie sich nach einem erneuten Fallenlassen eines Dummies und meiner möglichst freundlichen Aufforderung, es wieder aufzunehmen, nun gar nicht mehr an das Dummy heran. Tatsächlich benutze ich zur Zeit lediglich drei Dummies, die sich in der Form voneinander unterscheiden. Erschreckender Weise konnte man an Lenas Verhalten im Umgang mit den Dummies genau erkennen, welches das Dummy gewesen war, beim dem ich das Kommando "Nein" benutzte. Deutlich zögerlicher und mit weniger Eifer wurde das "Nein-Dummy" von ihr behandelt. Ich habe versucht, mich daraufhin über jede Dummyaufnahme besonders zu freuen. Kam Lena mit Dummy zurück, habe ich viel mit ihr gespielt, ohne ihr das Ding abzunehmen, habe mich hingekniet und meine Hände auf den Boden gestützt oder habe es ihr häufig, nach der übernahme, wieder zurück gegeben. Oft ertappe ich mich aber noch dabei, ihr das Dummy nach ihrem Reinkommen dann doch relativ schnell wegzunehmen. Ich fand den Umgang mit diesem Problem ganz schön schwierig. Da ich versucht war, die Auswirkungen meiner Bemühungen zu überprüfen, musste ich mich energisch im Zaum halten, um weiterhin eher wenige Dummies von Lena arbeiten zu lassen. Ich bin bemüht, mit Lena im Schnitt nicht mehr als zweimal in der Woche mit Dummies unterwegs zu sein. Wir haben pro Training 4 - 6 Retrieves. Während des im Folgenden von mir beschriebenen Voran-Trainings, benötige ich allein 4 Apporte um die Distanz aufzubauen. Wenn Sie dann auch noch einen Memoryretieve ins Training einbauen wollen, müssen Sie ganz schön aufpassen, um die Zahl der zu arbeitenden Dummies nicht zu sehr zu erhöhen. Exakte Trainingsvorbereitung und konsequente Durchführung würde sicherlich mit weniger Dummies zum selben Ziel führen. Ich denke, ich bin doch eher inkonsequent. ;-) Ich werde daran arbeiten.
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Zum Videoclip: Die Stelle, an der ich das Dummy auslege, befindet sich am Fuß einer kleinen, steilen Böschung mit relativ kurzem Gras. In Richtung Lena schließt sich ein ca. 2m breiter Feldweg an, den Lena im 90° Winkel überqueren muss. Neben dem Weg befindet sich eine seichte, ca. 4 Meter breite Böschung, die mit Gräsern bis Kniehöhe bewachsen ist. Nach dieser Böschung schließt sich die Wiese an, die leicht in Richtung Hündin ansteigt. Wir beginnen im kniehohen Gras, ca. 3 Meter unterhalb des Weges. Die Ausführung des Auslegens und das Schicken ist bei allen Retrieves so, wie es in dem Clip zu sehen ist. Das zweite Dummy arbeitet Lena vom Rand des kniehohen Grases aus, das Dritte in Abstand von ca. 4 Metern zum kniehohen Gras. Der 4. Apport ist der im Clip, wobei die Distanz zur Fallstelle ca. 20 m beträgt. Verschiedene übungen sollen bewirken, dass der Hund möglichst wenig vorausahnen kann, was als nächstes passiert. Ist der Hund sich zu sicher, welche Aktion vom Hundeführenden als nächstes gefordert wird, besteht tendenziell die Gefahr, dass der Hund in gutem Gewissen die nächste Handlung vorwegnimmt und einspringt. Eine dieser übungen können Sie in dem Clip sehen. Nachdem sich Lena zum ersten Mal in Richtung Dummy ausgerichtet hat, breche ich die Aktion mit dem Kommando "Sitzen" ab, konzentriere sie ein zweites Mal und schicke sie erst dann. Die Tatsache, dass die Hündin gegen Ende des Clips ein Leckerchen von mir bekommt, obwohl sie viel zu weit hinter mir sitzt, haken Sie bitte unter "geistige Umnachtung des Handlers" ab. Interessant ist noch zu beobachten, dass sich Lena auf meinem Rückweg hinlegt. Wie ich in einem Seminar eimal erfuhr, fährt sich die junge Hündin hierbei selber runter, weswegen ich ihre Aktion völlig unkommentiert lasse und sie lediglich, bei ihr angekommen, an meine Seite rufe. Ich habe schon in ähnlicher Situation versucht, in einem Bogen zurück zur Hündin zu gehen und dabei Augenkontakt mit ihr zu vermeiden, da dies Verhalten auch Beschwichtigung sein könnte. Da sich Lena aber bereits legt, als ich noch weit von ihr entfernt bin, denke ich nicht, dass es hierbei um Beschwichtigung handelt.
Am 21.10.2006 hatte Lena ihr erstes Seminar. Wir waren in Remscheid bei Perdita Lübbe. Es ging um freudiges Bringen und ich hatte eigentlich gedacht, ich würde Einblick in Ansichten zum Apportieren erhalten, die aus einer anderen Richtung kommen, als aus der des Retrievertrainings. Falsch gedacht! Außerdem hatte ich vermutet, dass der theoretische Teil wesendlich ausgiebiger behandelt werden würde. Darum hätte ich Lena beinahe gar nicht mitgenommen. Wir sind dann im Grunde das ganze Training über draußen gewesen. Lena wurde von mir zweimal vorangeschickt und durfte zweimal in einer Verlorensuche arbeiten. Das Seminar wandte sich auch an Nichtretieverbesitzer. Für Lena ein schönes Training, unter vielen Hunden auch einmal ruhig an der Leine zu bleiben. In den Aufgaben war sie toll, an der Leine drei bis vier. Wurde aber mit fortschreitender Zeit im Ansatz ruhiger. ;-) Perdita bescheinigte Lena tollen Arbeitseifer. Sie empfahl zwischen den Aufgaben die Hündin "klarer" anzusprechen. Keine lockenden Geräusche oder Schnalzlaute, sondern klare Ansagen, wie z.B. "Hier". Einmal sehen, was ich daraus mache!? |
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23.10.06 - 29.10.06 Es gibt nicht so viel Neues zu erzählen. Auf dem Seminar in der letzten Woche ist mir noch einmal klar geworden, dass ich mit Lena mehr Kontakt zu angeleinten Hunden haben sollte. Sie lernt andere Hunde im überwiegenden Maße kennen, wenn sie frei läuft. Auch wenn wir kleine übungen im Wald unternehmen, wenn andere Hunde in Entfernung auf uns zukommen und ich sie, bei entsprechendem Abstand zu den anderen, bei mir halten kann, so gebe ich sie doch meistens, nach einem schön ausgeführten "Sitzen" frei und ermögliche ihr somit den Kontakt. Wie soll die Hündin da begreifen, dass sie auch ruhig an der Leine weitergehen kann, wenn wir anderen Hunden begegnen? Wahrscheinlich hat Lena verknüpft, dass Wald und fremde Hunde in jedem Fall Spaß und Bewegung pur bedeuten. In der Stadt interessieren sie Hunde zwar auch, ich kann sie aber deutlich einfacher ablenken. Offensichtlich hat hier eine Verknüpfung stattgefunden, dass Statd + Hunde + Leine weniger Bewegung bedeuten. Ich werde einmal versuchen, den ein oder anderen Kontakt im Wald nicht in ausgelassenem Spiel enden zu lassen.
Ach ja, ich habe der Kommandoliste aus Woche 9 ein weiteres Kommando hinzugefügt. Es ist das Signal "Over", das ich zur Zeit ab und zu vergebe, wenn ich mir sicher bin, dass die auf ein Hindernis zulaufende Hündin, in jedem Fall dies Hindernis überspringen wird. Ich erteile das Signal also kurz vor ihrem Absprung. Provoziere dies Ereignis aber nicht. Meist handelt es sich um umgestürzte Bäume, mit geringem Umfang. Einmal sehen, was daraus wird.
Ich vermute, dass eine der wichtigsten, ja vielleicht die wichtigste übung, in der letzten Zeit in unserem Training viel zu kurz gekommen ist und vielleicht ist Ihnen das, bei all den überlegungen, die mensch zur Ausbildung des Hundes so unternimmt, auch schon so ergangen. Wir werden das jedenfalls deutlich ändern. Die Trainingsintensität, der im Video zu sehenden übung, kann in meinen Augen nicht hoch genug sein und auch regelmäßige Anwendung, mehrmals in der Woche, wird der Hündin nicht die Motivation nehmen. Der Trainingsaufbau ist dabei relativ belanglos, die Trainingsvorbereitung reduziert sich auf ein Minimum. Was will mensch mehr? Der Videoclip ist selbsterklärend. ;-) |
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